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7 Fragen an Heidi Weber Rüegg

15.05.17


Inhaberin und Geschäftsführerin der ACT Assessment & Development Centrum GmbH

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?

Ich mag eine Mischung aus direkter, humorvoller, ernsthafter, kreativer, anregender und persönlicher Kommunikation. Eine Kommunikation, die mich einlädt, Teil davon zu sein, in Dialog zu treten, Dinge zu entdecken, zu klären, zu vertiefen, zu hinterfragen, zu entwickeln. Kurz: Eine Kommunikation, die etwas bewirkt und bewegt. Und die auf zwischenmenschlicher Ebene Spass macht.

2. Was ist für Sie wichtiger: Text oder Bild?

Ich erachte beides als wichtig, weil sowohl Text- als auch Bildsprache unser Denken und Fühlen ausdrücken. Bilder sind ausdrucksstark, lösen Emotionen und Assoziationen aus, lassen viel Spielraum und bleiben in Erinnerung. In Teamentwicklungen stelle ich häufig fest, dass ein «gemeinsames Bild der Ausgangslage oder der Zielsetzung» Ziele manifestiert, Kräfte bündelt und Energien freisetzt.

Bilder können auch in Textform transportiert werden. Wenn zum Beispiel von einem sonnigen Gemüt, einem Elefanten im Porzellanladen oder vom Fels in der Brandung die Rede ist, löst das sofort innere Bilder aus.

3. Welchen Stellenwert haben Texte für Sie?

In meinem Alltag als Personal- und Organisationsentwicklerin sind Texte ausgesprochen wichtig. Gerade im Assessment, wo es darum geht, Stärken, Eigenheiten und Entwicklungsfelder einer Person sichtbar zu machen. Hier werden am Ende die zentralen Rückmeldungen schriftlich festgehalten. Schwarz auf weiss. Unwiderruflich. Bei diesen Rückmeldungen geht es immer um Menschen. Deshalb liegt es mir am Herzen, greifbare Inhalte wertschätzend in Worte zu fassen. Egal, ob positiv oder kritisch. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und verlangt von mir, Wort und Wirkung abzuwägen sowie den richtigen Ton zu treffen.

4. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?

Für mich persönlich: dass mir mehr gelingt als misslingt. Als Unternehmerin: wenn meine Kunden den Mehrwert meiner Arbeit und meine persönliche Art schätzen. Ist das erreicht, haben wir ein Win-win-Ergebnis. Und das ist toll. Das garantiert mir persönliche Zufriedenheit und den finanziellen Erfolg, der meine Existenz sichert und mir unternehmerischen Freiraum schafft.

Zudem heisst für mich Erfolg, dass ich etwas Sinnvolles bewirke und mir treu bleibe. Dass ich meinen Weg gehe sowie mit mir und meinen Wertvorstellungen im Reinen bin. So zählt für mich am Ende eines Auftrags nicht nur der in Rechnung gestellte Frankenbetrag, sondern vielmehr das grosse Ganze.

5. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?

Ich erinnere mich gerne an viele Ereignisse. Wobei es eher die «kleinen» Dinge sind, die mich berühren und sich einprägen. Besonders in Erinnerung bleibt mir mein allererster Auftrag meiner beruflichen Selbstständigkeit. Ich habe meine Firma auf Kundenakquise per Telefon (Kalt-Akquise) aufgebaut, was viel Disziplin und Durchhaltewille benötigt hat. Und als dann nach Wochen mit vielen Anrufen, Absagen und Kennenlern-Terminen die erste Zusage für einen Auftrag eingetroffen ist, waren Freude und Aufregung riesengross.

6. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?

Die Verbindung von Leistung, Leidenschaft und humorvollem Tun sowie das Miteinander mit Menschen. Dass ich etwas bewegen und mit oder für Unternehmen entwickeln kann. Ich mag lebendige Prozesse und Menschen, die sich darauf einlassen.

Ich kombiniere fachliche Expertise mit Neugierde für und an Menschen. Ich bringe viel Energie in meine Aufträge ein und engagiere mich aus vollem Herzen. Entsprechend wichtig ist es mir, mit meinen Kunden partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Sich respektvoll zu begegnen, sich an gemeinsame Vereinbarungen zu halten und auch Raum für ein persönliches Wort zu haben, tönt vielleicht idealistisch. Aber genau deshalb liebe ich das, was ich tue.

7. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?

Früher wollte ich Lehrerin werden. Oder Floristin. Oder Hotelfachassistentin. Und absolvierte eine kaufmännische Lehre. Und nein, ich dachte früher nicht daran, meine eigene Firma zu führen. Mir war immer klar, dass ich Freiraum und Gestaltungsraum brauche. Ich dachte lange, dass dies mit einer Führungsposition in einem Unternehmen gekoppelt ist. Heute ist es so, dass mir meine Selbstständigkeit genau die Freiheit ermöglicht, die ich brauche. Und wenn ich heute in die Zukunft schaue weiss ich nicht genau, wo ich in drei, vier Jahren stehen werde. Denn statt langfristige Pläne zu machen, gehe ich mit Vertrauen durchs Leben, greife Momente auf, wandle Ideen in Taten um und kann aus Erfahrung sagen: Es kommt gut.

Zur Person
Heidi Weber Rüegg verfügt über einen Abschluss als MAS in psycho-sozial Management und DAS Prozessbegleitung. Darüber hinaus ist sie ausgebildete Organisationsentwicklern und Betriebswirtschafterin sowie seit 2007 Inhaberin und Geschäftsführerin der ACT Assessment & Development Centrum GmbH. Das Unternehmen steht für massgeschneiderte Personal- und Organisationsentwicklung. Sein Ziel ist es, Personen, Teams und Unternehmen in ihrem Weiterkommen zu begleiten. ACT ist spezialisiert auf individuelle Assessment Center zur Standortbestimmung von Einzelpersonen, sie coacht Führungskräfte, führt Konfliktgespräche, entwickelt Teams weiter und agiert als Prozessbegleiter bei umfassenden Veränderungen. ACT bringt sich mit gutem Gespür und hoher Professionalität ein. Sie agiert gradlinig, authentisch und werteorientiert und freut sich, wenn alle Beteiligten am Ende sagen können: «Das Miteinander hat uns weiter gebracht und gestärkt.» Weitere Informationen unter www.act-centrum.ch

Interview/Redaktion: Textagentur etextera

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