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Molésonweg 5 · CH-3185 Schmitten

7 Fragen an Thomas Back

05.09.17


Geschäftsführender Partner bei «Streuplan»

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?

Ich bevorzuge gute Kommunikation. Das bedeutet, dass sich der Absender durch eine klare, direkte Sprache verständlich macht und die Sache zügig auf den Punkt bringt. Wenn etwas Scheisse ist, sollte man es auch so bezeichnen dürfen. Als Empfänger mag ich den aktiven Zuhörer. Denn Empathie schadet nie. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, bleibt auch der Kommunikationsinhalt länger haften und löst im besten Fall sogar etwas aus.

2. Wann ist Content aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Wenn er mich etwas lehrt, während er mich unterhält. Wenn er mich zum Lachen oder Weinen bringt. Wenn er mich zu einer Aktion bewegt. Da mein Humor etwas eigenartig ist und ich nahe am Wasser gebaut bin, erreicht man mich einfacher durch emotional berührenden Content. Es gibt fast kein Portemonnaie, das sich nicht durch Tränen öffnen lässt.

3. Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?

Ich rechne damit, dass am 22.2.22 das WWW zusammenbricht und alle Kommunikationsgeräte explodieren. Auf eine längere Orientierungslosigkeit folgt die neue Sinnfindung. Uns wird bewusst, dass wir unsere sozialen Bedürfnisse nicht mit WhatsApp und unsere Individualbedürfnisse nicht mit Likes befriedigen können. Dann setzen wir uns an den Stammtisch und jassen zusammen. Und das Telefax kehrt zurück.

4. Welches Soziale Netzwerk bevorzugen Sie geschäftlich und welches privat?

Geschäftlich LinkedIn, Xing und auch mal Twitter. Privat probiere ich so ziemlich alles aus, was es gibt. Bei manchen Netzwerken bleibe ich hängen, die meisten langweilen mich aber schnell wieder, und ich werde zum Passivmitglied. Momentan finde ich «Quora» sehr spannend. Dort werden der Crowd so elementare Fragen gestellt wie: «Wo gibt es die grösste Auswahl an Räucherstäbchen?» Toll, nicht?

5. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?

An das Eintreffen des ersten Auftrages. Ich stand mit schweissnassen Händen in meinem abgerockten Büro neben dem Faxgerät und wartete auf das erlösende Piepzeichen. Der unterschriebene Auftrag quälte sich langsam durch die ISDN-Leitung, und ich wusste, dass jetzt alles gut wird. Lang lebe das Telefax!

6. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?

Mir war schon sehr früh klar, dass ich mich selbstständig machen werde. Damals dachte ich aber eher an Gastrokritiker, Psychotherapeut, Kunstmaler oder Immobilien-Tycoon. Dass ich nun in der Werbebranche gelandet bin, ist das Ergebnis von viel Zufall und noch mehr Glück.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?

Den Mutigen gehört die Welt. Eile mit Weile. Theorie und Praxis sind nicht dasselbe. Managen heisst entscheiden. Wer Karriere machen will, muss nicht zwingend ein Arschloch sein. Keine Macht dem Excel. Es gibt immer jemanden, der noch besser ist. Ein bisschen Spass muss sein. Eine saubere Buchhaltung ist Voraussetzung für jeden Erfolg. Work-Life-Balance ist kein Karriereziel ...


Zur Person

Thomas Back ist eidgenössisch diplomierter Psychiatriepfleger. Im Jahr 2004 hat er die Agentur Streuplan gegründet, die erste Schweizer Agentur für integrierte Below-the-Line-Kommunikation. Heute ist er deren geschäftsführender Partner mit 28 Mitarbeitenden. Nebst Gesamtkampagnen und Leistungen in der Above-the-Line-Kommunikation bietet Streuplan integrierte Below-the-Line-Kommunikation. Dazu gehören: Content Marketing, Guerilla Marketing, Live Promotionen und Samplings, Events, Online Marketing, Point of Sale Marketing sowie Social Media Marketing.

Interview/Redaktion: Textagentur etextera

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