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7 Fragen an Christina Häni

13.10.18


Inhaberin und Geschäftsführerin B3 – Beratung in Berufsbildung GmbH

1. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Dass ich einmal ein eigenes Unternehmen gründe, hätte ich nicht für möglich gehalten! Als ich jedoch das erste Mal Lernende ausbilden durfte, nahm es mir sofort den «Ärmel rein». In der Zusammenarbeit mit jungen Menschen wird es nie langweilig – kein Lernender ist wie der andere. Auch nach 20 Jahren in der Berufsbildung gibt es immer wieder neue Methoden, die ich ausprobieren und verfeinern kann.

2. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Berufsbildung bedeutet für mich das Gestalten und Prägen unserer Zukunft. Mir ist es wichtig, den Lehrbetrieben aufzuzeigen, wie sie Theorie und Praxis in Einklang bringen. Betriebe sowie deren Lernenden in dieser spannenden und intensiven Zeit zu begleiten, ist für mich eine der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Aufgaben. Ich übe sie mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft aus.

3. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?
Glücklicherweise habe ich in meinem Tätigkeitsfeld jede Menge solcher Ereignisse. Am eindrücklichsten ist meistens die Lehrabschlussfeier – hier kann ich gemeinsam mit meinen Lernenden auf die letzten drei Jahre mit jeder Menge Überraschungen und Herausforderungen schauen. Ich freue mich, meine Lernenden beim Überwinden von Stolpersteinen oder sonstigen Hürden erfolgreich begleitet zu haben.

4. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich auch in kleinen Lehrbetrieben mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen darf und so alle an der Berufsbildung Beteiligten entlaste. Oder aber an meinen Kursen den Teilnehmenden ganz viele Aha-Erlebnisse zu ermöglichen. Ihnen anhand einfacher und praxisnaher Beispiele aufzuzeigen, wie sie die Berufsbildung einfach in den Arbeitsalltag integrieren können.

5. Worauf legen Sie in der Kommunikation besonderen Wert?
Transparenz und Offenheit! Wenn es in der Berufsbildung um Beurteilungen oder Standortbestimmungen geht, sind diese beiden Grundsätze sehr bedeutend. Oftmals scheuen sich die Vorgesetzen, Kritik zu üben, weil dies in der Regel mit «Aufwand» verbunden ist. Lernende können sich aber nur weiterentwickeln, wenn sie anhand konkreter Beispiele konstruktive Rückmeldungen erhalten.

6. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Wie beispielsweise das kaufmännische Berufsfeld muss sich auch die Ausbildung von Kaufleuten verändern. Ich wirke im Projekt «Kaufleute 2020» als Praxisexpertin mit. Das Ziel des Projektes ist es, diese Ausbildung für die Herausforderung «Digitalisierung» fit zu machen und bewährte Elemente mit Innovationen zu verbinden. Es bleibt also weiterhin spannend, wie sich die Ausbildung von Kaufleuten verändert.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Alle neuen Berufs- und Praxisbildner sollten sich bewusst sein: Lernende auszubilden bedeutet, eine Führungs- und Vorbildfunktion einzunehmen. Praxis macht hier den Meister. Wer für die neue Verantwortung dennoch zusätzliche Sicherheit gewinnen und eine qualitative gute Ausbildung bieten möchte, dem empfehle ich die Teilnahme an praxisorientierten Berufsbildungskursen – gerne auch bei mir.

Zur Person
Christina Häni ist seit Dezember 2012 Inhaberin und Geschäftsführerin der B3 – Beratung in Berufsbildung GmbH. Die Ausbilderin mit eidg. Fachausweis unterstützt Verantwortliche in Lehrbetrieben. Sie begleitet sie in jeder einzelnen Phase des Ausbildungsprozesses und ist ihre Sparring-Partnerin, wenn es einmal schwierig wird in der Kommunikation mit den Lernenden. Die Beteiligten in den Betrieben und sie schaffen gemeinsam eine Atmosphäre, die auch herausfordernde Situationen meistern lässt. Christina Häni liegen die jungen Menschen genauso am Herzen, wie die Qualität ihrer Ausbildung und ihre gezielte Förderung.

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