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7 Fragen an Malte Schumacher

15.01.19


Inhaber und Geschäftsführer Malte Schumacher

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?
Kommunikation, die mir eine überzeugende, berührende Geschichte erzählt. Die zugleich aber nicht durchschaubar platt oder gar reisserisch daherkommt. Kommunikation also, die ehrlich und authentisch ist. Nur so kann Kommunikation in meinen Themenfeldern, Philanthropie und Fundraising, Wirkung erzielen.

2. Worauf legen Sie in der Kommunikation besonderen Wert?
Auf Wahrhaftigkeit, Authentizität und Kreativität, einen Mix also aus informativen und unterhaltenden Elementen. Auch hier geht es mir um Storytelling: Die Kommunikation muss stimmig und prägnant sein sowie überzeugend rüberkommen. Wenn ich aber über Fussball blogge (in unserer Reihe «Stadionfunk»), dann darf es auch mal übertrieben leidenschaftlich und subjektiv zugehen – aber auch nur dann.

3. Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?
Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, hat gerade seinen Facebook- und Twitter-Account geschlossen. Folgen weitere relevante Personen des öffentlichen Lebens? Dann könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sich Quantität und Bedeutung von Social Media normalisieren. Entdecken wir die Lust am unverfälschten, direkten und persönlichen Austausch wieder? Rücken Fakten und stimmige Argumentationsketten wieder mehr in den Fokus statt Effekthascherei, Emotionen, Mutmassungen und Behauptungen? Ich weiss es nicht – ich werde das beobachten und lernen.

4. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Es wird sehr viel über sie geredet, oft versehen mit Konjunktiven (müsste, würde, sollte) und Absichtserklärungen. Noch ist dies ein Begriff, der zugleich unscharf und übermächtig ist. Gerade im Fundraising müssen wir lernen, digitale Wege und Instrumente sinnvoll einzusetzen und wertschöpfend zu nutzen.

5. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich mit Klienten vergangene Meilensteine der Zusammenarbeit reflektiere – und wir alle dabei Freude empfinden und unsere Augen leuchten.

6. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Nein. In Schule und Universität habe ich das Leben ausprobiert und nur sehr wenig über das «danach» reflektiert – und das hat mir auch sehr gutgetan. Philanthropie und Fundraising aber haben mich dann gefunden – und nachhaltig berührt.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Ausprobieren, wagen. Sich einlassen auf Unbekanntes, offen sein für Fremdes, Ungewohntes. Und zugleich ist es wichtig, dabei immer sich selbst zu bleiben. «Such' nicht verzweifelt – lass' dich entspannt finden» – das ist meine Kernbotschaft.


Zur Person
Malte Schumacher ist ausgebildeter Historiker M.A., zertifizierter Stiftungsmanager, systemischer Fundraiser und Philanthropieberater. Seit 2011 führt er sein Unternehmen Malte Schumacher. Als selbstständiger Philanthropieberater unterstützt er Non-Profit-Organisationen sowie soziale Investoren bei Strategie- und Organisationsentwicklung. Stiftungen, Institutionen, engagierte Initiativen sowie Spender und Schenker finden über seine Erfahrungen, Netzwerke und Leitmotive die zu ihnen passende philanthropische Strategie. Die dann auch zielführend und überzeugend realisiert und kommuniziert wird.

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