+41 (0)79 232 94 21 info@etextera.ch
Molésonweg 5 · CH-3185 Schmitten

7 Fragen an Matthia Diener

25.02.19


Mitinhaberin Hanspeter Zürcher AG

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?
Meine liebste Art von Kommunikation ist die, bei der ich mein Gegenüber ganzheitlich und mit allen Facetten der Persönlichkeit wahrnehmen kann. In Coachings sehe ich oft, wie bedachte Kommunikation Erfolgserlebnisse generieren kann, wie sie (Denk- und Verhaltens-)Muster aufzubrechen vermag. Zudem kann sie anspruchsvolle zwischenmenschliche Beziehungen klären, vereinfachen und auf neue Ebenen heben.

2. Welche (Werbe-) Kampagne hat Sie persönlich berührt und weshalb?
Eine Hilfsorganisation machte eine eindrückliche TV-Kampagne: Sie zeigte einen Mann, gemütlich daheim fernsehend. Dann schwenkte die Kamera und zeigte ihn von seiner anderen Profilseite, diesmal als verwahrlosten Trinker im eigenen Dreck. Ich erinnere mich an meine Betroffenheit, die dieser Schwenker auslöste. Wir sehen immer nur an den Menschen heran – Vorsicht mit vorschnellen Schlüssen.

3. Worauf legen Sie in der Kommunikation besonderen Wert?
Ich lege grossen Wert auf persönliche und adressatengerechte Kommunikation. Ich möchte meine Gesprächspartner in ihrer Gesamtheit wahrnehmen, möchte Neues und Unerwartetes entdecken. Mir sind Ehrlichkeit, Direktheit und Klarheit wichtig. Und ich möchte mir Zeit nehmen können für Kommunikation – sie ist Grundlage für und soll Entwicklungsprozesse auslösen.

4. Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?
Viele leiden heute an einem Informations-Overflow, der oft zu Überforderung und Stress führt. Für ein Buchprojekt haben wir Partner der Hanspeter Zürcher AG knapp 100 Millennials interviewt: diese jungen Menschen wünschen sich vermehrt eigenverantwortliche, qualitativ hochwertige Kommunikation. Hoffentlich haben wir in zehn Jahren gelernt, wieder gezielter, fokussierter, eigenverantwortlicher und effizienter zu kommunizieren!

5. Welches war Ihr grösster beruflicher Fehler und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Nach dem Grounding von Swissair berichtete ich als HR Manager beim wöchentlichen Management Update hocherfreut, dass wir eine 80-prozentige Lohnfortzahlung ausgehandelt hatten – wir von HR waren von einer nullprozentigen Lohnfortzahlung ausgegangen. Dafür erntete ich einen Shitstorm. Learning: Immer die Dinge auch aus der Perspektive des Gegenübers betrachten – in diesem Fall aus der Sicht derer, die von einer 100-prozentigen Lohnfortzahlung ausgegangen sind.

6. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Authentizität. Mitgefühl. Vertrauensvolle Beziehungen. Professionalität. Kompetenz. Vereinigung von Herz und Kopf. Achtsamkeit. Ehrlichkeit. Nachhaltigkeit. Interesse am Menschen und seiner Entwicklung. Zeit nehmen und Zeit geben, damit Veränderungen – gerade auch in der Denkhaltung – greifen und Erfolgserlebnisse generiert werden können.

7. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Ich wollte Kinderärztin oder Säuglingsschwester werden. Mit drei Töchtern bin ich das auch ansatzweise geworden. Ich erinnere mich aber auch, dass ich schon früh gern vor Gruppen sprach und Menschen begeistern wollte – ideal für Seminare, Workshops, Teamprozesse und Vorträge heute.


Zur Person
Matthia Diener durchlief eine klassische Human-Resources-Karriere, bevor sie mehrere Jahre mit ihrer Familie in England lebte. Sie ist seit 2017 Mitinhaberin der Hanspeter Zürcher AG. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren national und international in der nachhaltigen Personalentwicklung tätig. Es steht für die langfristige und gesamtheitliche Entwicklung von Menschen, Partnerschaften und Organisationen mit vielfältigen Angeboten in Training, Coaching und Consulting.

PS: Weshalb selber machen, wenn es dafür Profis gibt? etextera unterstützt Sie beim Texten und in Kommunikationsprojekten. Fragen Sie uns.