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7 Fragen an Andreas Kellner

28.02.19


Geschäftsführer Erhardt & Kellner GmbH

1. Worauf legen Sie in der Kommunikation besonderen Wert?
Auf Verlässlichkeit. Ich versuche, nur das zuzusichern, was ich auch halten kann. Das fängt bei mir im Kleinen an: Ich schaue zwar höchstens dreimal täglich in meinen elektronischen Briefkasten; aber jede E-Mail, die an mich persönlich gerichtet ist, beantworte ich. Ich höre oft: «Dafür habe ich keine Zeit.» Aber meiner Erfahrung nach ist es eine Frage der Selbstorganisation.

2. Wann ist Content aus Ihrer Sicht erfolgreich?
Das musste ich auf die harte Tour lernen – und lerne es immer noch. Bei gutem Content geht es nicht in erster Linie darum, dass ich als Ersteller meine «Message rüberbringe»; es geht darum, dass die Leserin bzw. der Leser für sich einen Nutzen daraus zieht.

3. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Ich bemerke vor allem die Probleme, mit denen sich viele Menschen in der Praxis herumschlagen. Digitalisierung und New Work verlangen von Mitarbeitenden viel Selbstverantwortung und Organisation, das wird ob allen Lobgesängen über die nächste tolle App oft vergessen.

4. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?
An mein erstes Seminar zu Agilement: Ich werde nie das Gefühl vergessen, als ich gespürt habe, dass ich die Teilnehmer wirklich erreicht habe.

5. Welches war Ihr grösster beruflicher Fehler und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Mein grösster Fehler war, lange zu glauben, dass ich in eine Rolle schlüpfen müsse, um erfolgreich zu sein. Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, von einem erfahrenen Unternehmer zu lernen, dass das Gegenteil der Fall ist. Seitdem versuche ich, so sehr «ich» zu sein, wie ich kann.

6. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Vertrauen. Was ich sage, tue ich auch. Und das erwarte ich auch von den anderen.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Wer halbwegs gut ausgebildet und motiviert ist, wird in absehbarer Zeit kein Problem haben, einen Job zu finden. Also gibt es noch weniger Gründe, nicht das zu tun, was man wirklich gern und begeistert tut. Das Berufsleben ist ein Marathon, kein Sprint: Nur wer das tut, was er gern tut, wird damit glücklich.


Zur Person
Dr. Andreas Kellner ist Diplom-Politikwissenschaftler und hat in politischer Philosophie promoviert. Aus einer langen Freundschaft und Kooperation zwischen ihm und Dr. Benjamin Erhardt ist die Erhardt & Kellner GmbH entstanden. Seit dem Jahr 2014 amtet Andreas Kellner als Geschäftsführer des Unternehmens. Mit «Agilement» haben die beiden Geschäftspartner eine Methode für moderne Selbstorganisation entwickelt. Momentan arbeiten sie an «Bestforming», einem Weg zum gesunden Leben bis ins hohe Alter. Zudem verwirklichen sie IT-Projekte, zuletzt wiki123.org, ein Trend-Analyse-Werkzeug für Redaktionen, SEO und Datenjournalisten.

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