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Molésonweg 5 · CH-3185 Schmitten

7 Fragen an Chris Schäffeler

20.05.19


Künstlerin und Inhaberin von Chris-Galerie

1. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Für mich als Künstlerin besteht die eigentliche Arbeit in der Malerei. Um an Personen zu gelangen, die meine Kunst interessiert, muss ich mein Originalbild zwingend fotografieren und digital veröffentlichen. Sei dies auf meiner Webseite, per E-Mail oder auf sozialen Netzwerken wie Facebook. Die Erreichbarkeit von Zielpersonen ist in der digitalen Welt wesentlich höher.

2. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Im Leben angekommen zu sein, mein Hobby als (Zweit-)Beruf gestalten zu können, zufrieden zu sein. Auf meine Kunst bezogen: Dass sich Dritte für meine Bilder, für meine Malkurse und für meine Person als Künstlerin interessieren. Kauft jemand eines meiner Bilder für seine private Umgebung, teilt diese Person meine Liebe zu diesem Bild. Für mich ist dies die Erfüllung meiner Malerei, mein persönlicher Erfolg.

3. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?
An meine Teilnahme an einer Gruppenausstellung in New York; dass mich eine grosse Galerie aufgrund eines Wettbewerbs eingeladen hat. Aber auch an viele kleine Erfolge erinnere ich mich gerne, wenn beispielsweise meine Kursteilnehmer mit ihren eigenen Bildern zufrieden nach Hause gehen. Das zeigt, dass ich diese Menschen motiviert habe, was mir persönlich jedes Mal mein Lieblingsereignis ist.

4. Welches war Ihr grösster beruflicher Fehler und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Fehlender Mut zur Selbstständigkeit in meinen frühen 20ern. Die Partnerschaft mit einem ehemaligen Arbeitskollegen und die Investition in die Eigenständigkeit hätten im Nachhinein betrachtet funktioniert. Etwas wagen und guten Businessplänen vertrauen.

5. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Authentisch bleiben, Geduld haben und zuhören können. Nicht richtig oder falsch ist entscheidend für ein eindrückliches Bild meiner Kursteilnehmer, sondern ihr persönliches Bauchgefühl.

6. Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Ja, bereits als Teenager. Ich erachtete es als selbstverständlich, dass mir meine Eltern ein Studium der Kunst und Sprachen an einer damals sehr weit entfernten Uni bezahlten. Dem war nicht so. Dafür entdeckte ich die Malerei als mein zweites Standbein. Und erfuhr Berufs- und Lebenserfahrung als Quereinsteigerin in verschiedenen Berufszweigen.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Hört auf euer Bauchgefühl und erlernt das, was euren Fähigkeiten entspricht. Es gibt immer Faktoren, die eure Wahl unter Umständen in Frage stellen. Das Leben ist wie eine Billardkugel: Das Ziel ist definiert, deine Fähigkeiten gestalten den Weg dorthin.


Zur Person
Chris Schäffeler ist autodidaktische Künstlerin mit Herz und seit dem Jahr 2005 freischaffend. Nach eigenen Ideen malt sie mit Acrylfarben grossformatige, meist farbige Landschaftsbilder. Sie kann sich jedoch auch in der abstrakten Malerei verlieren. Chris Schäffeler hat ihre eigene «Galerie» mit Atelier, das sie als ihren persönlichen «Werk Ort» bezeichnet. Sie stellt regelmässig im In- und Ausland aus. Zudem leitet sie Kurse, in denen sie ihr Wissen und ihre Leidenschat im Acrylmalen weitergibt.

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