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Molésonweg 5 · CH-3185 Schmitten

7 Fragen an Gerold Kiefer

19.08.19


Gründer VeMaRegio

1. Welche Art der Kommunikation spricht Sie an?
Ich bin Anhänger der direkten Kommunikation. Bei Werbung mag ich keine übertriebenen Marketingfloskeln. Botschaft und Vorteile des Angebotes sollten klar erkennbar und sprachlich ordentlich verpackt sein. Genauso ist es in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Small Talk ist ok, aber bei sachlichen Themen bevorzuge ich es, wenn der Gesprächspartner direkt den Kern der Sache anspricht.

2. Wann ist Content aus Ihrer Sicht erfolgreich?
Content is King. Das bedeutet, ohne vernünftige Inhalte ist jede noch so schöne Ansprache und Verpackung (zumindest längerfristig) sinnlos. Content ist für mich erfolgreich, wenn das Gegenüber merkt, dass der Autor Experte ist und dadurch Vertrauen aufgebaut wird. Darum ist es wichtig, nicht nur Verkäufer, sondern auch als Fachexperte immer einen Schritt weiter als der Kunde zu sein.

3. Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Das ist ja fast schon eine philosophische Frage. Für mich persönlich hat Erfolg mehrere Facetten und kann beruflich und privat sein. Erfolg ist für mich nicht nur mit Geld gleichzusetzen. Wenn ich etwas gerne und mit Leidenschaft tue, habe ich in der Regel Erfolg. Der Wohlstand kommt dann sowieso. Erfolg ist für mich auch, mir Freiheiten nehmen zu können.

4. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?
Vor über 20 Jahren arbeitete ich im Vertrieb einer Softwarefirma. Als Key Account Manager betreute ich eine namhafte Versicherung. Ich akquirierte dort sehr lange, Mitte Dezember hatte ich noch mehrere Präsentationen. Danach viele vergebliche Nachfassanrufe. Doch am 30.12. kam eine Bestellung im sechsstelligen DM-Bereich, die mich weit über meine Umsatzvorgabe und auf Platz 2 der Verkäuferliste brachte.

5. Welches war Ihr grösster beruflicher Fehler, und welche Lehre haben Sie daraus gezogen?
Vor einigen Jahren gründete ich mit drei Partnern ein Unternehmen und hatte den kleinsten Geschäftsanteil. Mein Kollege und ich wurden Geschäftsführer. Ich konnte erst später einsteigen, mein Kollege gab bis zu meinem Antritt schon eine Menge des Startkapitals aus. Nachdem die Zahlen nicht erreicht wurden, versuchte man dann später mir die Schuld zu geben. Deshalb: nie mehr eine Minderheitsbeteiligung.

6. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Beruf hat für mich mit Berufung zu tun. Nur wenn mir die Arbeit Spass macht, kann ich auch erfolgreich und glücklich sein. Früher war ich überwiegend materialistisch orientiert und machte manche Jobs nur des Geldes wegen. Heute sind mir Dinge wie Entscheidungsfreiheit, Flexibilität, Sinnhaftigkeit und eine gute Work-Life-Balance wichtiger. Ich will mein Wissen weitergeben und auch anderen helfen.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Als erstes kann ich nur raten, eine Ausbildung abzuschliessen, um ein solides Fundament zu haben. Die Beispiele von Selfmade-Millionären ohne Abschluss sind doch eher selten. Auch wenn im Internet heute viele das schnelle Geld versprechen: auch hier geht es meist nicht ohne die «alten» Tugenden Fleiss, Disziplin und Ehrlichkeit. Und auf keinen Fall von Dritten zu einem Beruf drängen lassen.


Zur Person
Mit einem BWL-Diplom, einem MBA-Abschluss und vielen Weiterbildungen in der Tasche hat Gerold Kiefer 2010 VeMaRegio gegründet. Das Unternehmen berät KMU rund um Optimierungen. Sei dies im Vertrieb, beim Personal oder beim Training und bei Weiterbildungen.

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