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Molésonweg 5 · CH-3185 Schmitten

7 Fragen an Daniel Hünebeck

31.08.19


Gründer und Inhaber Daniel Hünebeck Digital GmbH

1. Wie oder wo informieren Sie sich über das Geschehen in der Kommunikationsbranche?
Im digitalen Bereich ändert sich jeden Tag etwas. Heute investiere ich ungefähr 45 Minuten täglich in meine Weiterbildung, weil es mich interessiert. Einerseits lese ich viele Online-Artikel in den internationalen Fachmedien; andererseits höre ich auch sehr gerne und viele Podcasts oder Youtube-Videos von Konferenzen, auf die ich es nicht geschafft habe. Zudem tausche ich mich mit Kollegen aus.

2. Wann ist Content aus Ihrer Sicht erfolgreich?
Content Marketing ist sicherlich ein Hype und das schon seit einiger Zeit. Im Moment haben wir den Gipfel der überzogenen Erwartungen schon hinter uns gelassen und sind nahe am Tal der Tränen. Das Problem ist, dass nur wenige Leute den ganzen produzierten Content lesen. Weil er zu wenig auf das Interesse der Nutzenden fokussiert ist. Wichtigstes Erfolgskriterium für mich ist daher, dass der Content gelesen wird.

3. Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?
Ich glaube, ein grosser Game Changer wird Voice sein. Heute gehen fünfjährige Kinder spielend mit Smart Speakern wie Amazon Alexa um. Zudem bekomme ich aus allen Altersschichten immer mehr WhatsApp-Sprachnachnachrichten. Das wird in zehn Jahren eines der Hauptkommunikationsmittel sein. Und die dann junge Generation wird sich fragen, wie wir nur so umständlich auf einer kleinen Tastatur tippen konnten.

4. Wie macht sich die Digitalisierung in Ihrem Berufsumfeld bemerkbar?
Digitalisierung ist ja quasi mein Beruf. Ich kann heute mit meinem Laptop und meinem Smartphone von fast überall arbeiten. Kunden finden mich über meine Website und die Google-Suche. Meine Buchhaltung ist in der Cloud und mit meinem Bankkonto verbunden. Business Lunches bezahle ich mit dem Smartphone. Wissen wird in Facebook-Gruppen und Blogs geteilt.

5. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten?
An mein Vorstellungsgespräch mit meinem späteren Chef bei der UBS erinnere ich mich lebhaft. Bis dahin war es für mich eher ein «ich höre mir das mal an». Doch in diesem Gespräch habe ich schnell gemerkt, wie ernst es die UBS mit der digitalen Transformation meint und dass sie auch bereit ist, die entsprechenden Spezialisten einzustellen. Später wurden mein Team und ich zum «Digital Marketer of the Year» ausgezeichnet.

6. Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
Mir ist wichtig, für meine Kunden einen Unterschied zu machen. Das hat mich auch bei der UBS gereizt. Leider gibt es viele Unternehmen, die schlechte Erfahrungen mit Agenturen oder Dienstleistern gemacht haben, die anscheinend nur gut darin waren, Rechnungen zu stellen. Das tut mir dann immer echt weh, da ich oft noch viel unausgeschöpftes Potenzial sehe.

7. Welche Tipps geben Sie Berufseinsteigern?
Ich glaube es ist am besten, wenn man einen Beruf wählt, der einem Spass bereitet. Das habe ich für mich sehr gut getroffen. Im digitalen Marketing kommt man um lebenslanges Lernen nicht herum – zumindest, wenn man wirklich gut sein möchte. Und das fällt dann in die Freizeit – im Job selber hat man dazu meist keine oder nur wenig Zeit.


Zur Person
Der Dipl.-Betriebswirt (FH) und Dipl.-Informatiker (FH) Daniel Hünebeck hat 2017 sein eigenes Unternehmen gegründet. Bei der Daniel Hünebeck Digital GmbH amtet er als Senior Digital Marketing Strategist, Freelancer und Berater. Daniel Hünebeck berät seine Kunden im digitalen Marketing, in der Digitalisierung bzw. in der digitalen Transformation. Daneben ist er als Speaker, Dozent für mehrere Bildungseinrichtungen sowie als Inhouse-Trainer aktiv.

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