7 Fragen an Raffael Grassi

11.05.20


Geschäftsführer RG Prozessmanagement

1.      Welches Zitat berührt Sie besonders und weshalb?
«Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer» (Winston Churchill). Ich erachte es als eine grosse Gabe, mit Worten seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. Ich durfte schon ein paar Mal einigen Virtuosen der Worte lauschen. Selbst übe ich mich darin, mich zu verbessern, werde wohl aber nicht die Brillanz einiger Zeitgenossen/innen erreichen – aber der Weg ist das Ziel.

2.      Welches war Ihr schwierigster Moment, und welche Lehren haben Sie daraus gezogen?
Die Erkenntnis, dass negative Kommunikation nicht zu den insgeheim gesteckten Zielen führt. Ich habe begonnen, meine Kommunikation umzustellen. Sprach darüber, was möglich ist, und nicht darüber, was nicht funktioniert. Die Resonanz darauf war überwiegend positiv. Heute ärgere ich mich, dass ich das nicht früher erkannt habe. Es hätte mir einige schmerzliche Erfahrungen erspart.

3.      Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?
Ich hoffe, dass wir uns mehr über Möglichkeiten austauschen, anstatt immer nur zu kritisieren, was nicht funktioniert. Sendet man positive Signale aus, kommt meistens auch etwas Positives zurück. Weiter hoffe ich, dass wir es schaffen, in der Kommunikation Angebot und Nachfrage zu personalisieren – ich sage, was mich interessiert, und darüber werde ich auch informiert.

4.      Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Ich habe das Glück, in der ICT zu arbeiten, die sich ständig verändert, seien es die Technologien oder die Anwendungen. Langweilig wird es nie. Das gepaart mit der Aufgabe, für Kunden Dienstleistungen bereitzustellen und zu betreiben, fordert mich jeden Tag aufs Neue hinaus. Zufriedene Kunden, die dankt der ICT-Unterstützung in ihren Kerngeschäften erfolgreicher agieren können, sind mein Lohn. 

5.      Arbeitszeit und Privatleben verschwimmen in vielen Berufen immer mehr. Wie schützen Sie sich vor ständiger Erreichbarkeit?
Erreichbarkeit definiere ich vertraglich. Was nicht vertraglich festgelegt wird, wird umgehend nach Betriebsstart erledigt. Wichtig ist oft nicht die sofortige Lösung, sondern dass man die Bedürfnisse der Kunden schnell abholt. Meine Kunden sind sich gewöhnt, dass ich immer schnell reagiere – einfach während den Arbeitszeiten.

6.      Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?
Meine Frau und ich sind beide berufstätig. Die beiden Kinder lernen, sich in unterschiedlichen Betreuungssituationen zurechtzufinden. Nach dem Motto «weniger ist mehr» versuchen wir, die wichtigen Termine herauszupicken, die beruflich oder privat unsere Präsenz benötigen. Die restliche Zeit verbringen wir als Qualitätszeit primär mit der Familie.

7.      Sie wurden bestimmt schon mal ins kalte Wasser geworfen. Wie haben Sie die Situation gemeistert?
Ich habe solche Situationen immer wieder gesucht. Das «gemachte Bett» ist nichts für mich. Es gibt mir die Möglichkeit, neue Herangehensweisen zu testen und im Erfolgsfall zu etablieren. Mit den Jahren weiss man, welchen Problemen man mit welchen Rezepten begegnen kann. Ordnung ins Chaos zu bringen, befriedigt mich – und den Kunden nehme ich gleichzeitig ein Problem ab. 

 

Zur Person
Der Executive Master in ganzheitlichem Management Raffael Grassi hat Anfang 2019 RG Prozessmanagement gegründet. Das Unternehmen befasst sich mit dem Strukturieren von ICT-Dienstleistungen. Dabei geht es primär darum, den Kunden zu erklären, welche Leistungen eine ICT-Dienstleistung erbringen kann und welche Kosten damit verbunden sind. Damit Qualität und Leistung auch stimmen, gilt es, hinter den Kulissen die Prozesse auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Sodass mit Hilfe der ICT-Dienstleistung tatsächlich Mehrwerte für die Kunden geschaffen werden.

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