7 Fragen an Andrea Belegante

15.10.20


Hauptgeschäftsführerin beim Bundesverband der Systemgastronomie e.V.

1.   Welches Zitat berührt Sie besonders und weshalb?
Das berühmte Zitat von Henry Ford: «Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.» Genau das macht mich aus! Ich war schon immer neugierig und habe Lust auf Herausforderungen. Besonders spannend finde ich es, wenn ich Neues entdecken und umsetzen kann, was nicht auf den ersten Blick auf der Hand liegt.

2.   Was ist aus Ihrer Sicht nötig, um erfolgreich zu werden?
Es erfordert Mut, Offenheit und die Fähigkeit, auch mit Rückschlägen umgehen und daraus lernen zu können. Aber auch Resilienz und eine gehörige Portion Querdenken. Sich zu trauen, etwas anders zu machen, auch wenn andere das vorher noch nie so getan oder versucht haben.

3.   Welche Tipps geben Sie, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
Zufriedenheit, die aus einem selbst kommt, eine ureigene Motivation, Integrität sowie eine positive Grundeinstellung. Ich habe gelernt, dass man auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, etwas Schönes bauen kann. Meine Familie ist mein Rückgrat. Sie unterstützt mich bedingungslos und hält mir den Rücken frei.

4.   Wie kommunizieren wir Ihrer Ansicht nach in zehn Jahren?
Die technischen und digitalen Möglichkeiten werden sich immer weiterentwickeln. Das hat man ja bereits in diesem Krisenjahr gesehen. Es erstaunt mich immer wieder, zu welchen technischen Fortschritten wir in Windeseile fähig sind. Trotzdem ist für mich der persönliche Austausch und der Blick in die Augen meines Gegenübers das Wichtigste. 

5.   Dachten Sie früher, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Ja und Nein. Ich wusste bereits als junges Mädchen, dass ich Jura studieren werde. Ursprünglich wollte ich Strafverteidigerin werden. Heute arbeite ich als Chef-Lobbyistin eines Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbands, damit bin ich sehr glücklich. Ich schätze die Herausforderung und die Verantwortung, die Interessen einer gesamten Branche zu vereinen, gegenüber Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft und Medien zu vertreten sowie die Arbeits- und Marktbedingungen mitzugestalten.

6.   Sie wurden bestimmt schon mal ins kalte Wasser geworfen. Wie haben Sie die Situation gemeistert?
Das erste Mal ist mir das als junges Mädchen passiert, als ich mit meiner Familie ohne Deutschkenntnisse von Rumänien nach Deutschland gezogen bin. Daneben gab es auch selbstgeschaffene Situationen, die mich herausgefordert, aber auch stets weitergebracht haben. Mein Kapital war und ist meine Intuition und meine Fähigkeit, mich zu fokussieren, Prioritäten zu setzen und Ziele konsequent bis zur Erfüllung zu verfolgen.

7.   Wer oder was inspiriert Sie?
Mich inspirieren Menschen, die aus dem Nichts und aus ihrer eigenen Kraft etwas geschaffen und sich dabei nicht von weltlichen Dingen abhängig gemacht haben. Freiheit, vor allem geistige Freiheit, ist und bleibt unser höchstes Gut. Andersartigkeit ist ein Trumpf und keine Bedrohung. Lässt man dies zu, entsteht Kreativität, um die eigenen Visionen zu verwirklichen.

 

Zur Person
Andrea Belegante hat an der Universität Konstanz Rechtswissenschaften studiert und ist Rechtsanwältin. Seit dem Jahr 2017 ist sie Hauptgeschäftsführerin beim Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS), wo sie bereits seit 2010 tätig ist. Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband ist die umfassende Branchenvertretung der Systemgastronomie Deutschlands. Der BdS vereint die relevanten Player der Systemgastronomie. Dazu zählen unter anderem Autogrill, Burger King, KFC, McDonald’s, Nordsee, Pizza Hut, Starbucks und L´Osteria, aber auch neuere Konzepte wie beispielsweise GinYuu, Five Guys oder Meatery. Die BdS-Mitgliedsmarken haben im Jahr 2019 mit über 120 000 Beschäftigten an rund 3000 Standorten 6,8 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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