7 Fragen an Stefan Getzmann

05.01.21


CEO der Constri AG

1.   Welches Zitat berührt Sie besonders und weshalb?
«Was die Zukunft betrifft, geht es nicht darum, sie vorauszusehen, sondern sie möglich zu machen.» (Antoine de Saint-Exupéry)
Wir können in einer immer komplexeren Welt nicht alles voraussehen und vorausnehmen. Aber wir können uns so aufstellen, dass wir agil mit der immer grösseren Komplexität konstruktiv und zielgerichtet umzugehen lernen. Das hat uns COVID-19 im Jahr 2020 in besonderem Masse wieder vor Augen geführt.

2.   Welche Tipps geben Sie, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
«Glücklich ist, wer soll, was er will, und darf, was er kann.» (Claudio Weiss, diagnosco)
Es ist herausfordernd herauszufinden, was man sehr gerne tut und gut kann. Ich bin überzeugt, dass man sich diese Tätigkeitsfelder suchen und sich auf diesem Weg auch bewusst von Themen verabschieden muss.

3.   Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
An meinem Beruf begeistert mich, Resultate gemeinsam mit meinen Mitarbeitenden zu erreichen. Doch es ist auch herausfordernd, mit dem Team die bis anhin gekannten und respektierten Grenzen zu verschieben.

4.   Arbeitszeit und Privatleben verschwimmen in vielen Berufen immer mehr. Wie schützen Sie sich vor ständiger Erreichbarkeit?
Ich grenze mich bewusst ab, indem ich mir Zeitinseln setze. Dabei wende ich mich Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis sowie aktiver Erholung zu. Meine mobilen Geräte bleiben derweil offline.

5.   Wann lassen Sie den Kopf, wann den Bauch entscheiden?
Für mich ist es kein bewusstes «Bauch oder Kopf». Ich mache immer mal wieder die Erfahrung, dass diese beiden Organe sich gegenseitig synergetisch unterstützen. In meinen Management-Lernjahren waren Bauch-Signale eher verpönt, und es musste alles rational und faktisch begründet sein. Heute wird wieder vermehrt akzeptiert, dass der Bauch «mitdenkt». Die Krux dabei ist, diese Signale auch wirklich wahrzunehmen.

6.   Wann fallen Ihnen die besten Ideen ein?
Wenn ich körperlich aktiv bin und nicht bewusst nach Ideen suche. Ich habe festgestellt, dass das Gehirn in solchen Situationen im Hintergrund durchaus produktiv seinen Job macht und sich dann meldet, wenn etwas Zielführendes entstanden ist.

7.   Sie wurden bestimmt schon mal ins kalte Wasser geworfen. Wie haben Sie die Situation gemeistert?
Habe ich genauer hingesehen und mich mit dem Thema tiefer auseinandergesetzt, habe ich nebst den spontan erkennbaren Risiken vor allem die ungleich grösseren Chancen erkannt. Häufig lernte ich dabei viel Neues dazu. Risiken liessen sich oftmals gezielt mindern, und viele durchgedachte Szenarien enthielten viel Erstrebenswertes. So wurde aus dem «ins Wasser geworfen werden» in der Regel ein «bewusstes ins Wasser springen».

Zur Person
Stefan Getzmann startete seine berufliche Laufbahn mit einer handwerklichen Grundausbildung. Die Fachhochschule für Verpackung & Logistik sowie ein Nachdiplomstudium in Unternehmensführung folgten. Seit Sommer 2018 führt er die Constri AG. Das national tätige Handels- und Produktionsunternehmen ist im Familienbesitz und beschäftigt über 60 Mitarbeitende. Die Fachleute engagieren sich mit Begeisterung im Handel hochwertiger Spielsachen und Kindergarteneinrichtungen. Zudem produzieren und verkaufen sie Tischbomben «Made in Switzerland» und Spritzgussartikel für das Baunebengewerbe. Die Constri AG führt einen eigenen Verkaufsladen in Schinznach Dorf. Die hochwertigen Produkte geniessen bei der Stammkundschaft einen exzellenten Ruf.

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