7 Fragen an Elke Overdick

25.03.21


Inhaberin und Geschäftsführerin von OVERDICK Coaching und Training

1.   Welches Zitat berührt Sie besonders und weshalb?
«Dinge nicht zu tun, ist keine Option.» Dieses Zitat ist meines Wissens von Lawrence, dem Gründer der Band Felt. Meiner Erfahrung nach sind es tatsächlich die nicht getanen Dinge, die wir am Ende mehr bereuen als die getanen. Ich bin sehr dankbar, dass es kaum Dinge gibt, die ich nicht getan habe. Ich hatte sogar mal ein Café/Bistro.

2.   Welche Tipps geben Sie, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
Die Glücksforschung rät: 1. Tragfähige Beziehungen aufbauen und pflegen. 2. Reflektieren, welchen Sinn das eigene Leben hat bzw. welchen Beitrag man selbst zum Ganzen beisteuern möchte. 3. Diesen Beitrag mit Engagement leisten und 4. positive Emotionen erleben, etwa durch Erfolge, Dankbarkeit und auch Genuss. All das begünstigt Glückserleben (und sind Inhalte in meinem Training «Die Glücksschmiede»).

3.   Was ist aus Ihrer Sicht nötig, um erfolgreich zu werden?
- Entschlossenheit: Sich mit Kopf und Herz auf ein Vorhaben einlassen.
- Fokussierung: Kräfte bündeln und auch mal anderes ausblenden.
- Durchhaltevermögen/Belastbarkeit: Dranbleiben, auch wenn es mal wehtut und keinen Spaß macht.
- Soziale Kompetenzen und Netzwerk: Sich mit anderen austauschen und gegenseitig unterstützen.
- Selbstfürsorge, Stress- und emotionales Selbstmanagement: Basis, um Obiges umsetzen zu können.

4.   To-do-Listen, mehrere Projekte auf einmal, Feuerwehrübungen: Wie handeln Sie an Tagen, an denen alles zusammenkommt?
Ich überprüfe meine Aufgabenliste auf Prioritäten sowie Termine und passe sie bei Bedarf an. Wichtig ist, dass ich es aufschreibe: So behalte ich den Überblick und bekomme die vielen Gedanken geordnet aus dem Kopf. Danach konzentriere ich mich auf eine Sache nach der anderen. Zwischendurch: mal aufstehen, bewusst atmen, sich an/über/auf etwas Schönes (er-)freuen und ein Glas Wasser trinken.

5.   Wie sind Sie zu Ihrem Schwerpunkt «emotionales Selbstmanagement» gekommen?
Als Trainerin vermittle ich Know-how für den beruflichen Alltag – wobei sich dies meist auf das Privatleben übertragen lässt. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass Menschen oft schon wissen, was und wie sie etwas angehen sollten. Doch ihre Gefühle kommen ihnen dabei in die Quere. Ich finde, das kann und sollte verhindert werden.

6.   Was ist «emotionales Selbstmanagement» und was bedeutet es?
Es ist die Fähigkeit, gelassen zu bleiben und sich emotional möglichst unabhängig von äußeren Einflüssen/Geschehnissen zu machen. Es ist eine fundamentale Fähigkeit, ohne die souveränes, zielorientiertes Verhalten gar nicht oder nur unter großem Stress möglich ist. Mit Schaum vor dem Mund lassen sich z. B. Konflikte nur schwer klären und mit angstvoll zugeschnürter Kehle nichts gut verhandeln.

7.   Wann lassen Sie den Kopf, wann den Bauch entscheiden?
Bauchgefühl heißt für mich: gut gelernte, abgespeicherte, nicht (mehr) bewusste Denk- und Verhaltensweisen, wie das Rechtsfahren. Dem Bauchgefühl entspricht bei uns, automatisch rechts zu fahren. In Deutschland ist das nützlich. In England nicht. Es kommt also nicht so sehr auf das Bauchgefühl an, sondern, ob das zugrundeliegende Muster der Realität entspricht und hilfreich ist.

 

Zur Person
Elke Overdick ist Diplom-Psychologin und hat zahlreiche Weiterbildungen abgeschlossen. So etwa als Trainerin, systemische Coach und Supervisorin, Integrative Sozialtherapeutin (Arbeitsfeld Sucht) und in Kognitiver Verhaltenstherapie. Sie besitzt die Approbation. Im Jahr 1999 hat sie OVERDICK Coaching und Training gegründet. Das Team besteht aus fundiert ausgebildeten Diplom-Psycholog/innen mit langjähriger Erfahrung in der Wirtschaft. Es bietet Unternehmen psychologisches Know-how für Mitarbeitende sowie Fach- und Führungskräfte an. In den massgeschneiderten Angeboten wird die Psychologie nutzbar gemacht. OVERDICK Coaching und Training bietet: Trainings, Coachings, Moderationen, Team-Entwicklungen, Gesundheitstage, Personaldiagnostik und Suchtarbeit. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Trainings sind: Führen von Mitarbeitenden, Kommunikation, Konflikt- und Selbstmanagement sowie Gesundheit.

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