7 Fragen an Barbara Plato

12.04.21


Rechtsanwältin und Notarin

1.   Was ist aus Ihrer Sicht nötig, um erfolgreich zu werden?
Zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, was man in seinem beruflichen Leben wirklich machen möchte. Nur wer seine Tätigkeit gerne ausübt, kann auf diesem Gebiet erfolgreich sein. Daneben braucht es Disziplin und Selbstvertrauen in das eigene Können. Auch muss man fähig sein, Verantwortung für sein Tun zu übernehmen und Ruhe zu bewahren.

2.   Welche Tipps geben Sie, um ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
Bewahren Sie sich einen gesunden (!) Egoismus, das zu tun, was Sie wirklich wollen. Hören Sie auf, es allen recht machen zu wollen. Leben Sie Ihr eigenes Leben. Natürlich kann man sich andere Menschen zum Vorbild nehmen oder andere um Hilfe bitten. Man muss aber auch in der Lage sein, sich selbst zu hinterfragen und fremde Hilfe anzunehmen.

3.   Wenn Sie das Rad der Zeit zurückdrehen könnten: Was würden Sie heute anders machen?
Überhaupt nichts. Wenn ich das Rad der Zeit zurückdrehen könnte, wäre ich entsprechend jünger und stünde auch ohne meine heutigen Erfahrungen da. Ich würde wohl wieder ganz genauso handeln wie damals. Aus heutiger Sicht lässt sich immer leicht sagen, was man alles hätte anders machen können oder sollen. Man kann nur aus Fehlern lernen und mit dem gewonnenen Erfahrungsschatz die Gegenwart und die Zukunft (positiv) beeinflussen.

4.   Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Seine Wandlungsfähigkeit. Den Berufsstand der Rechtsanwälte und Notare gibt es schon seit Menschengedenken. Er steht nach wie vor bei vielen Menschen in dem Ruf, erzkonservativ, wenn nicht gar verstaubt zu sein. Dabei passt er sich immer dem Wandel der Zeit an und ist damit hochmodern und lebendig.

5.   Haben Sie früher gedacht, dass Sie einmal das tun werden, was Sie heute tun?
Nein, überhaupt nicht. Ich weiss auch nicht, ob es vor mir in unserer Familie schon einmal Juristen gegeben hat. Mein berufliches Leben ist durch viele Zufälle geprägt, auf die ich mich allerdings auch gerne eingelassen habe. Zur Notartätigkeit bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Und diese Arbeit macht mir heute am meisten Spass.

6.   Was stört Sie an den Sozialen Medien?
Mich stört, dass diese Medien immer wieder in einem immensen Ausmass missbraucht werden, siehe Shitstorms. Was ist unsere Meinungsfreiheit noch wert, wenn jemand, der eine Meinung äussert, sich dafür in übelster Weise beleidigen und diskreditieren lassen muss? Eine Meinung kann nach eigener Einschätzung noch so daneben sein; es bleibt jedoch eine Meinung, die man nicht billigen, aber zulassen muss.

7.   Haben Sie ein Rezept, um mit schwierigen Menschen umzugehen?
Hören Sie diesen Menschen erst einmal unvoreingenommen in aller Ruhe zu – wie man das immer tun sollte – und nehmen Sie sie ernst. Oft stellt sich im Gespräch heraus, dass diese Menschen gar nicht so schwierig sind wie zunächst angenommen, sondern einfach aufgrund schlechter Erfahrungen ein gewisses Misstrauen entwickelt haben. Wenn man herausbekommen hat, woher das kommt, kann man gut gegensteuern und Vertrauen neu aufbauen.

 

Zur Person
Barbara Plato schloss im Jahr 1999 ihr Studium in Rechtswissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main ab und ist seit 2002 als Rechtsanwältin tätig. Im Jahr 2015 folgte die notarielle Fachprüfung. Anfang 2021 hat sie sich mit ihrer Kanzlei Rechtsanwältin und Notarin Barbara Plato selbstständig gemacht. Barbara Plato ist seitdem hauptsächlich als Notarin tätig. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen im Vertragsrecht, bei Grundstücksangelegenheiten, erbrechtlichen Fragen, familienrechtlichen Belangen und gesellschaftsrechtlichen Vorgängen.

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