7 Fragen an Carsten Vossel

07.09.21


Geschäftsführender Gesellschafter der CCVOSSEL GmbH

1.   Welches Zitat berührt Sie besonders und weshalb?
«Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.» (Oscar Wilde)Vielleicht ist es meiner ersten Ausbildung als Industrieelektroniker geschuldet, dass ich das Leben gerne mit Sinuswellen vergleiche. Das Leben verläuft nicht gradlinig, und der Wechsel zwischen Tief- und Höhepunkten ist normal. Mit Optimismus, Selbstironie und Mut wird es am Ende aber immer gut. 

2.   Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Ich empfinde es als Privileg, als Geschäftsführer frei gestalten zu können. Mich immer wieder auf neue Sachverhalte einzustellen und Neues zu entdecken, macht einen grossen Reiz aus. Ich setze mich mit meiner Führungsrolle auseinander und schaffe ein motivierendes, herausforderndes Arbeitsumfeld. Das macht besonders dann viel Freude, wenn aus ersten Ideen tolle Projekte entstehen und alle über sich hinauswachsen. 

3.   Können Sie sich immer auf Ihr Bauchgefühl verlassen?
Über die Jahre habe ich immer mehr gelernt, dem Baugefühl zu vertrauen. Ich habe eine ausgeprägte emotionale Seite sowie Empathie für Menschen und Situationen. Entscheidungen, die rein auf Fakten basieren, haben selten das gewünschte Ergebnis gebracht.  

4.   Wann kommen Ihnen die besten Ideen?
Wenn der Kopf frei ist. Am besten klappt das, wenn ich in Bewegung bin und in den Bergen wandere. Die frische Luft, die Anstrengung beim Aufstieg und die vielen unterschiedlichen Ausblicke und Eindrücke sind dabei sehr anregend. Da es von Berlin in die Alpen jedoch etwas weiter ist, helfen auch Fahrradfahren und Kochen. 

5.   Sie bieten Dienstleistungen im Bereich der IT-Sicherheit an, wie ist es dazu gekommen?
In einem Projekt zum Betrieb eines Rechenzentrums bei der Daimler AG wurde mein Team informiert, dass ein externer Penetrationstest stattfinden würde. Dabei ging es um die Suche nach Schwachstellen und Möglichkeiten, um das Rechenzentrum zu kompromittieren. Im Vorfeld haben wir alles auf den Prüfstand gestellt und uns intensiv mit dem Szenario auseinandergesetzt. Es war erschreckend zu sehen, wie leicht Systeme zu überlisten sind. Gleichzeitig war es sehr spannend, hier neues Wissen aufzubauen, um Kundensysteme besser vor Angriffen zu schützen. Damit begann meine Wandlung vom Gejagten zum Jäger. 

6.   Was ist die grösste Schwachstelle in Unternehmen?
Der Mensch. Die IT-Sicherheit bringt diverse Anforderungen an Mitarbeitende mit sich. Das beginnt beim Kennwort und geht weiter über das Wissen, wie man Spam erkennt, hinaus. Leider ist IT-Sicherheit und Bequemlichkeit ein Spagat. Diesem kann man nur mit diversen Massnahmen wie Schulung, Phishing-Kampagnen und auch mit der richtigen Führung entgegenwirken. 

7.   Was empfehlen Sie Unternehmen im Bezug auf IT-Sicherheit?
Die Frage, ob man angegriffen wird, stellt sich heutzutage nicht mehr. Umso entscheidender ist es, für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Es gibt viele Massnahmen zum Schutz vor Cybercrime. Aufgrund der Komplexität und der Tragweite des Themas empfehlen wir, auf Fachleute zu setzen. Welche Massnahmen die richtigen sind, hängt von der Unternehmensgrösse, den Anforderungen und ggf. der Gesetzeslage ab.

 

Zur Person
Carsten Vossel ist ausgebildeter Industrieelektroniker, dipl. Ingenieur (FH) Technische Informatik und seit dem Jahr 1996 geschäftsführender Gesellschafter der CCVOSSEL GmbH. Seit 2013 konzentriert er sich hauptsächlich auf die Unternehmensleitung und -entwicklung. Die Fachleute von CCVOSSEL beraten Kund/innen aus unterschiedlichen Branchen zur IT-Sicherheit, erarbeiten Sicherheitskonzepte und begleiten Kund/innen von der Umsetzung bis zum 24/7-Betrieb.

Weitere spannende Persönlichkeiten lernen Sie hier kennen.

PS: Warum selber machen, wenn es Profis gibt? etextera unterstützt Sie beim Texten, Gestalten und Umsetzen Ihrer Kommunikationsprojekte. Sprechen Sie mit uns.