7 Fragen an Lille Springall

15.09.21


Coach und Therapeutin bei LifeQuest: Center for Holistic Psychology & Coaching

1.   Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Dass ich Menschen auf eine konkrete Art und Weise helfen kann. Aber auch, dass ich die Vielfältigkeit meines Wesens leben kann. 

2.   Wie kann man am besten mit Stress umgehen?
Seit 17 Jahren verbessere ich kontinuierlich mein Stress-Management-Rezept. Dieses wende ich an mir selbst und in der Praxis an zahlreichen Klientinnen und Klienten sehr erfolgreich an. Es besteht aus einem Prozess mit drei Komponenten:
– eine individualisierte Stress-Diagnostik,
– ein persönliche Stress-Management Optimierungsprogramm mit individuellen Schwerpunkten,
– Stress-Check-ups und Tune-ups. 

3.   Arbeitszeit und Privatleben verschwimmen in vielen Berufen immer mehr. Wie schützen Sie sich vor ständiger Erreichbarkeit?
Ich setze Prioritäten und arbeite in festen Blöcken. Auch reduziere ich das Benutzen von Technologien mit viel Disziplin auf ein Minimum. Zudem gehe ich mit den Erwartungen anderer proaktiv um, definiere sehr gute Grenzen und halte sie ein. 

4.   Wann lassen Sie den Kopf, wann den Bauch entscheiden?
Ich habe eher gelernt, dass man die besten Entscheidungen trifft, wenn Kopf und Bauch übereinstimmen. Meiner Erfahrung nach findet die Spaltung zwischen Kopf und Bauch dann statt, wenn wir nicht mehr im Gleichgewicht sind. 

5.   Haben Sie ein Rezept, um mit schwierigen Menschen umzugehen?
Ich finde es sehr hilfreich, die Psychologie und die Motivation einer schwierigen Person zu verstehen. So kann ich die eigene Psychologie und das Verhalten so objektiv wie möglich analysieren und wenn nötig optimieren. Es hilft auch, gezielte Kommunikations- und Verhaltenswerkzeuge zu erlernen, dank denen man mit verletzenden oder schwierigen Interaktionen umgehen kann. Zum Beispiel helfe ich als Coach Mobbing-Opfern, ihre Kommunikations- und Verhaltensmuster zu ändern. Dadurch können sie sich von der Opferrolle befreien und ihr Selbstwertgefühl aufbauen. 

6.   Wie kann man am besten mit einer Lebens- und Karrierekrise umgehen?
Was mir persönlich hilft: den Blick auf das grosse Ganze richten sowie proaktiv und systematisch mit den beherrschbaren Faktoren der Krise umgehen. Die unkontrollierbaren Faktoren so weit wie möglich akzeptieren und ihnen ohne Anhaftung entgegentreten. Darüber hinaus hilft es, Unterstützung zu suchen und anzunehmen. Da Krisen oft Spuren und Verletzungen hinterlassen, braucht man oft auch während und nach einer Krise Unterstützung. Dies als Teil des Heilungsprozesses und für den Weg in das Leben nach der Krise. 

7.   Wie kann man Ängste und negative Gefühle in den Griff bekommen?
Ich empfehle, ganzheitlich zu arbeiten, weil Gefühle und Ängste oft nicht mit dem kognitiven Bewusstsein, dem Verstand, beherrscht bzw. bewältigt werden können. Gefühle betrachte ich als Energien, die aus der Interaktion zwischen Unterbewusstsein, Gedanken, körperlichen Zuständen, den erlebten Situationen und unseren Reaktionen darauf entstehen. Daher glaube ich, dass man Gefühle am besten meistert, indem man ganzheitlich auf den Ebenen Körper, Geist und Seele mit einer Person arbeitet. Zum Beispiel bei einem an Angststörungen leidenden Klienten ist eine Kombination aus Hypnosetherapie, manuellen Therapien und mentalem Coaching äusserst wirksam.

 

Zur Person
Lille Springall hat Arbeits- und Organisationspsychologie studiert und an der Carnegie Mellon University promoviert. Über zehn Jahre lang forschte und arbeitete sie als Wissenschaftlerin in den USA und an der ETH Zürich. Zudem bildete sie sich zum Coach sowie in Traditionell Europäischer Naturheilkunde (TEN), Ayurveda, Hypnosetherapie, Yogatherapie und Schamanismus weiter. Im Jahr 2005 gründete Lille Springall LifeQuest: Center for Holistic Psychology & Coaching. Sie unterstützt Einzelpersonen, Paare und Gruppen sowohl auf körperlicher als vor allem auch auf geistiger und seelischer Ebene. Bei ihren Behandlungen berücksichtigt sie insbesondere Wünsche, Gefühle, Präferenzen, Konstitutionen, Geschichte und Intuition ihrer Patient/innen. Dank ihrer breiten Palette an ganzheitlichen Methoden kann sie präzise auf die Bedürfnisse ihrer Patient/innen eingehen.

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