Wissen18.11.2025
Crossmedialer Content:
5 Tipps für mehr Reichweite
Vom LinkedIn-Post bis zum Kundenmagazin: Crossmedialer Content macht Ihre Kommunikation so richtig stark. Doch wie senden Sie Ihre Inhalte auf allen Kanälen konsistent, zielgruppengerecht und wirksam? Mit diesen fünf leicht umsetzbaren Tipps gelingt das crossmediale Kommunizieren. Auch mit kleinem Budget.

Crossmedialer Content – was ist das überhaupt? Oft werden die Begriffe crossmedial und multimedial synonym verwendet. Doch sie beschreiben grundlegend verschiedene Ansätze in der Content-Erstellung und -Verbreitung. Multimedialer Content bezieht sich auf die Verwendung verschiedener Medienformate innerhalb eines Kanals oder einer Plattform. Hier steht die Kombination von Text, Bild, Audio und Video im Vordergrund, um eine Botschaft ansprechend zu vermitteln. Ein Scrollytelling-Blogbeitrag zum Beispiel ist multimedial: er verbindet Text, Videos, Infografiken und Audio-Elemente auf einem einzigen Kanal.
Crossmedialer Content vernetzt Kanäle
Crossmedialer Content geht einen Schritt weiter: Er verbreitet ein Thema oder eine Kampagne über mehrere Kanäle hinweg – angepasst auf das jeweilige Publikum. Der Fokus liegt dabei auf dem Verknüpfen der Inhalte: Sie sollen sich gegenseitig ergänzen und die Zielgruppe auf verschiedenen Plattformen erreichen.
- Beispiel: Sie veröffentlichen ein Whitepaper als Blogbeitrag. Daraus entsteht eine Infografik für LinkedIn, ein Video-Tutorial für YouTube und ein Podcast-Interview – und jedes Format verweist auf die anderen.
Der Vorteil: Sie maximieren die Reichweite und die Wirkung Ihrer Inhalte, indem Sie Nutzer:innen gezielt auf verschiedenen Touchpoints abholen. Der Nachteil? Das klingt nach viel Aufwand. Doch keine Sorge – mit den folgenden fünf Tipps kommunizieren Sie auch mit einem kleinen Budget crossmedial.
1. Beginnen Sie mit einer klaren Content-Strategie.
Wer ein Ziel vor Augen hat, findet den Weg schneller. Mit einer Content-Strategie legen Sie den Rahmen für Ihre Inhalte fest. Sie umfasst:
- Themenwahl: Welche Themen sind für Ihre Zielgruppe relevant (z. B. Branchentrends, Lösungen für typische Herausforderungen)?
- Zielsetzung: Soll der Content informieren, überzeugen oder zum Handeln auffordern?
- Kernbotschaft: Was ist die zentrale Aussage, die Sie auf allen Kanälen transportieren wollen?
- Praxistipp: Erstellen Sie ein Content-Briefing, das diese Punkte festhält – so behalten Sie die Strategie immer im Fokus.
2. Erstellen Sie Inhalte mit Wiederverwendungspotenzial.
Crossmedialer Content lebt davon, dass ein Grundthema in verschiedenen Formaten aufbereitet ist. Planen Sie daher von Anfang an, wie Sie Inhalte mehrfach nutzen können. Wie das aussieht, zeigen die folgenden Beispiele.
- Beispiel 1: Geschäftsbericht
Blogbeitrag: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
Infografik: visuelle Darstellung der Kernaussagen
LinkedIn-Post: kurze Teaser mit Link zum Download
Webinar: vertiefende Diskussion der Inhalte - Beispiel 2: Experteninterview für das Kundenmagazin
Audiobeitrag: vollständiges Gespräch
YouTube-Video: Ausschnitte mit Untertiteln
Blogartikel: Transkript mit den wichtigsten Zitaten
3. Passen Sie Inhalte an die jeweiligen Kanäle an.
Nicht jeder Kanal erfordert denselben Content-Typ. Optimieren Sie darum Ihre Inhalte für die spezifischen Anforderungen der Plattformen. Wichtig: Auch wenn der Tonfall je nach Kanal variiert, behalten Sie immer Ihre Markenstimme bei – für eine klare Wiedererkennung.
- LinkedIn
Geeignete Formate: Fachartikel, Fallstudien
Tipp: Nutzen Sie eine professionelle und zugleich zugängliche Sprache. - Firmenblog
Geeignete Formate: tiefgehende Analysen, Anleitungen
Tipp: Strukturieren Sie den Text mit Zwischenüberschriften und Bullet Points. - YouTube
Geeignete Formate: Tutorials, Interviews
Tipp: Setzen Sie auf kurze Videos (drei bis fünf Minuten) und fügen Sie Untertitel ein. - Newsletter
Geeignete Formate: exklusive Insights, Updates
Tipp: Nutzen Sie einen persönlichen Ton und klare Handlungsaufforderungen. - Instagram
Geeignete Formate: kurze Tipps, neue Produkte
Tipp: Halten Sie sich kurz, nutzen Sie Hashtags und setzen Sie auf visuelle Elemente.
4. Kreieren Sie Vorlagen und Workflows.
Um Zeit zu sparen und die Qualität zu sichern, arbeiten Sie am besten mit vordefinierten Vorlagen und klaren Prozessen. Die drei wichtigsten sind:
- Content-Kalender: Planen Sie Themen und Veröffentlichungsdaten im Voraus.
- Designvorlagen: Erstellen Sie einheitliche Templates für Infografiken, Präsentationen und Social-Media-Posts.
- Redaktionsworkflow: Legen Sie ganz klar fest, wer fürs Recherchieren, Erstellen, Prüfen und Veröffentlichen der einzelnen Content-Elemente verantwortlich ist.
5. Setzen Sie auf Qualität und Kontinuität
Crossmedialer Content funktioniert nur, wenn er regelmässig und in hoher Qualität erscheint. Darum ist die Qualitätssicherung wichtig.
- Lassen Sie Texte Korrektur lesen.
- Prüfen Sie Grafiken auf Konsistenz mit Ihrem Corporate Design.
- Testen Sie Videos auf Ton- und Bildqualität.
- Veröffentlichen Sie nach einem festen Rhythmus (z. B. wöchentlich ein Blogbeitrag, monatlich ein Video).
- Bereiten Sie Posts und Beiträge vor, und nutzen Sie die Planungsfunktionen der verschiedenen Plattformen.
Fazit: So erstellen Sie crossmedialen Content, der wirkt.
Das Erstellen von crossmedialem Content erfordert Planung, Flexibilität und Präzision. Mit einer klaren Strategie, kanaloptimierten Inhalten und effizienten Workflows stellen Sie sicher, dass Ihre Botschaften Ihre Zielgruppe erreichen – konsistent, überzeugend und messbar erfolgreich.
Sie möchten punktgenau crossmedial kommunizieren? Wir helfen Ihnen gern dabei. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.


